Muss man bei Lärmbelästigungen ein Protokoll anfertigen?

Kommt es unter Nachbarn zu Lärmbelästigungen, stellt sich die Frage, wie solche Belästigungen im Streitfall bewiesen werden können.

Bei wiederkehrenden Beeinträchtigungen durch Lärm ist nach der BGH-Rechtsprechung kein detailliertes Protokoll notwendig. Es genügt grundsätzlich eine Beschreibung, aus der sich ergibt, um welche Art von Beeinträchtigungen es geht und zu welchen Tageszeiten, über welche Zeitdauer und in welcher Frequenz diese ungefähr auftreten (vgl. BGH, Beschluss vom 22. August 2017 – VIII ZR 226/16; BGH, Urteil vom 29. Februar 2012 – VIII ZR 155/11; BGH, Urteil vom 20. Juni 2012 – VIII ZR 268/11; BGH, Beschluss vom 21. Februar 2017 – VIII ZR 1/16).

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