Die Grundschuld belastet ein Grundstück und haftet für eine bestimmte Geldsumme (§ 1191 ff. BGB).

Im Gegensatz zur Hypothek ist die Grundschuld nicht akzessorisch, d.h. sie ist rechtlich unabhängig vom Bestand der Forderung. In der Praxis wird die Grundschuld jedoch fast immer zur Sicherung einer Forderung eingesetzt (als sogenannte Sicherungsgrundschuld).

Die Vorschriften über die Hypothek, insbesondere Begründung und Übertragung, gelten für die Grundschuld, mit Ausnahme der Abhängigkeit von einer Forderung.

Eine Grundschuld kann auch für den Eigentümer bestellt werden (§ 1196 BGB, Eigentümergrundschuld).

Der Grundschuldbrief kann als Inhabergrundschuld ausgestellt werden, wobei die Regeln für Inhaberschuldverschreibungen gelten (§ 1195 BGB).

Es besteht die Möglichkeit, auf die Erteilung des Briefs zu verzichten (Buchgrundschuld, § 1116 Abs. 2 BGB).

Bei der Sicherungsgrundschuld (§ 1192 Abs. 1a BGB) ist es möglich, Einreden des Eigentümers aus einem Sicherungsvertrag jedem Erwerber der Grundschuld entgegenzusetzen.