Grundbuchberichtigung

Nach § 894 BGB hat der wahre Berechtigte einen Anspruch auf Zustimmung zur Berichtigung des Grundbuchs gegen denjenigen, dessen unrichtig eingetragenes Recht betroffen ist (sog. Grundbuchberichtigungsanspruch).

Der Hintergrund dafür ist folgendes Problem: Wenn ein Eintrag im Grundbuch nicht mit der tatsächlichen Rechtslage übereinstimmt, besteht die Gefahr eines Rechtsverlustes für den wahren Rechtsinhaber, da das Grundbuch öffentlichen Glauben genießt und so die Möglichkeit eines gutgläubigen Erwerbs Dritter besteht.

Der wahre Berechtigte muss gegenüber dem Grundbuchamt den Nachweis der Unrichtigkeit durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden erbringen.

Eine Grundbuchberichtigung ist auch von Amts wegen möglich.